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300 Jahre Schloss Übigau

Schloss Übigau feiert in diesem Jahr sein 300-jähriges Bestehen – ein Anlass, der die wechselhafte Geschichte des Anwesens in den Fokus rückt: Einst als Lustschloss errichtet, später  Jagdschloss, Wohnsitz, mehrfach Gasthof, zwischenzeitlich verfallen, dann Schauplatz bedeutender Industriegeschichte, lange Verwaltungsgebäude bis hin zu seiner heutigen kulturellen Nutzung.

In einer Pressemitteilung der Stadt Dresden vom 30. Juli 2026 heißt es dazu:
„... Mit dem 300-jährigen Jubiläum wird nicht nur auf die bewegte Geschichte des Schlosses zurückgeblickt, sondern auch die Bedeutung des kulturellen Erbes für die Zukunft Dresdens und Sachsens gewürdigt.“
Angesichts der Tatsache, dass das Gebäude zu den bedeutendsten Kultur- und Technikdenkmälern Sachsens zählt, verdient es jedoch mehr Aufmerksamkeit und Pflege. Einst ergänzte ein prachtvoller Barockpark das Anwesen, von dem heute – abgesehen von einem Brunnen – nichts mehr erhalten ist.
Aktuell dient das Schloss dem erfolgreichen Sommertheater der COMÖDIE Dresden als Kulisse und Requisitenlager, während die Zuschauer im Park Platz nehmen. 

August, der Starke, Intendant der Christian Kühn, Kultur- und Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Dr. Bernd Ebert (Foto: F. Philipp)Am 31. Juli feierte die COMÖDIE Dresden mit der Premiere des Musicals "Der Wanderer über dem Nebelmeer" 300 Jahre Schloss Übigau. August der Starke begrüßte die Kultur- und Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, den Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Dr. Bernd Ebert und den Intendanten Christian Kühn. Sie erinnerten an die wechselhafte Geschichte des Schlosses und hoben den Wert der jetzigen kulturellen Nutzung hervor. Gleichzeitig wurde aber auch die Hoffnung bekräftigt, dass es bald eine Sanierung des Schlosses geben wird.

Verlorene Hoffnungen und ausbleibende Sanierung

Nach jahrelangem Stillstand hatte der Verkauf des Schlosses an einen privaten Investor im Jahr 2018 große Hoffnungen auf eine denkmalgerechte Sanierung geweckt. Zwar wurden seither Fenster und Türen instand gesetzt, das Dach ausgebessert und die Eingangstreppen erneuert, doch darüber hinaus sind kaum Fortschritte erkennbar. Zudem bleibt das Gebäude für die Öffentlichkeit nach wie vor unzugänglich.
Es drängen sich kritische Fragen auf: Hat der Eigentümer das Interesse verloren, und ist dies ein adäquater Umgang mit unserem kulturellen Erbe?

Link intern Ausführliche Informationen zur Geschichte von Schloss Übigau finden Sie hier ...

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