Am Abend des 20. März war die Lindenschänke im Obergeschoss gut gefüllt. Das Bürgergespräch zu Perspektiven und Zukunft des Schlosses Übigau fand großes Interesse. CDU-Stadtrat Veit Böhm hat Olaf Maatz, Geschäftsführer der Comödie Dresden und Projektleiter Jörg Schneck eingeladen, um zum aktuellen Stand Rede und Antwort zu stehen.

Weitere Gäste waren u.a. Staatsministerin Bürgergespräch, li. O. Maatz, re. J. SchneckBarbara Klepsch (CDU), Bauunternehmer Frank Wiesner und weitere. Olaf Maatz umriss mit großer Begeisterung und Optimismus die kurz- und längerfristigen Pläne für den Theaterbetrieb und die ab Mai geplante Sommerwirtschaft, für die er als Betreiber ebenfalls Verantwortung trägt. Im Schlosspark werden 400 Plätze mit Blick zum Schloss zur Verfügung stehen. Dabei wird das Gebäude selbst zur Bühnendekoration und entsprechend ins richtige Licht gerückt. Insgesamt 5000 Karten sind schon für die ab Juli geplanten Vorstellungen von "Das Wirtshauses im Spessart" nach Wilhelm Hauff verkauft. Gespielt wird jeweils von Freitag bis Dienstag 20 Uhr, und das bei jedem Wetter.
Gemeinsam mit dem Eigentümer des Schlosses soll in den nächsten fünf Jahren die Vision eines Kunst- und Kulturschlosses Übigau entwickelt werden.
Jörg Schneck als Projektleiter informierte über die bereits erreichten Schritte bei der denkmalsgerechten Sanierung und verwies auf die aufwendigen Abstimmungen mit Behörden und Beteiligten. Dabei soll eine Erneuerung von innen nach außen erfolgen, um in naher Zukunft auch im Winter einen Spielbetrieb zu ermöglichen. Die Außenfassade wird als letztes angegangen.
Natürliche gab es auch zahlreiche Fragen der Gäste in der Lindenschänke. Ein wichtiges Thema war die Parksituation beim Besuch in Übigau. Dafür wurde die Nutzung des EDEKA-Parkplatzes an der Werftstraße vertraglich vereinbart. Auch wurde ein Shuttle-Verkehr der DVB und ein Anleger der Weißen Flotte angedacht, aber als unbezahlbar verworfen. Die Frage nach der Nutzung der Nebengebäude an der Einfahrt zur Werft beantwortete Frank Wiesner als Eigentümer. Demnach erfolgt hier vorrangig eine gewerbliche Nutzung.
Das Gespräch mit den Anwohnern soll auf alle Fälle fortgeführt werden, um ggf. Probleme durch den Besuch in Übigau frühzeitig zu erkennen und zu ändern.
Als Fazit kann man Optimismus für eine Zukunft des historischen Schlosses Übigau mitnehmen. Allerdings braucht es noch viel Zeit und Geld, ehe der Glanz der Epoche unter August des Starken von diesem Ensemble ausgehen wird. Freuen wir uns drauf.


 Infos zur Sommerwirtschaft finden Sie in Kürze unter www.elbschloss-uebigau.de

 Und hier gibt es Tickets für "Das Wirtshaus im Spessart"