Thäter, Julius , geb. 7.1.1804 in Dresden, gest. 14.11.1870 in München

Julius Thaeter nach einer Zeichnung von 1833Thäter (auch Thaeter) kam 1818 auf die Dresdner Kunstakademie, war dann unter harten Entbehrungen in Nürnberg, Berlin und München tätig, wo er bei Amsler arbeitete, wurde 1841 Lehrer an der Kunstschule in Weimar, 1846 Lehrer an der Akademie zu Dresden und 1849 als Professor der Kupferstecherkunst nach München berufen und leitete ab 1868 das dortige Kupferstichkabinett.

Er hat besonders den so genannten Kartonstich geübt und mit Vorliebe nach Meistern der neuklassischen deutschen Kunst gestochen. Seine Hauptblätter sind: der Spaziergang nach Cornelius (1823); die Umrisse zu Faust nach Schwind (1830); die Hunnenschlacht nach Kaulbach (1837); die Parzen und die Überfahrt Charons nach Carstens; Barbarossa in Mailand und Venedig und Rudolf von Habsburg, den Landfrieden wahrend, nach Schnorr; die Entwürfe zum Campo santo in Berlin und die apokalyptischen Reiter nach Cornelius (1849); der babylonische Turmbau nach Kaulbach; Elisabeths Werke der Barmherzigkeit und Aschenbrödel nach Schwind (1858).