Schubert, Johann Andreas ... Techniker, Hochschullehrer , geb. 19.3.1808 in Wernesgrün/Vogtland, gest. 6.10.1870 in Dresden.Johann Andreas Schubert

Johann Andreas SchubertNach dem Besuch des Freimaurerinstitutes Friedrichstadt 1821-1824 nahm Schubert ein Architekturstudium an der Bauschule der Akademie der Bildenden Künste auf. Er volontierte anschließend bei dem Mechaniker Rudolf Sigismund Blochmann und wurde 1828 als Lehrer , ab 1832 als Professor an die neugegründete Technische Bildungsanstalt (heute Technische Universität) berufen. In vierzigjähriger Lehrtätigkeit erwarb er sich bleibende Verdienste um die Ausbildung künftiger Techniker. 1836 war Schubert Gründungsmitglied der Sächsischen Elbe-Dampfschiffahrts-Gesellschaft.
1836-1839 war er technischer Direktor der Maschinenbauanstalt Übigau, wo er maßgeblich am Bau des Personendampfers "Königin Maria" und der ersten deutschen Lokomotive "Saxonia" beteiligt war. Auf dem Führerstand dieser Lok nahm er auch am 8.April 1839 an der Eröffnungsfahrt der Leipzig-Dresdner Eisenbahn teil. Von 1842 bis zu seinem Tode wohnte er im Grundstück Friedrichstraße 42.
Der rastlos tätige Ingenieur berechnete die Eisenbahnviadukte über das Göltzsch- und Elstertal und lieferte in seiner Eigenschaft als technischer Sachverständiger und Dampfkesselinspektor zahlreiche Gutachten. Er zählt zu den Mitbegründern des Sächsischen Ingenieursvereins (1846) und der Dresdner Handwerker- bzw. Gewerbeschule (1861) und wurde 1865 zum Regierungsrat ernannt.
Sein Grab befindet sich auf dem Matthäusfriedhof, eine Gedenktafel am Wohnhaus Friedrichstraße 46. Die Andreas-Schubert-Straße in der Südvorstadt und der Andreas-Schubert-Bau der Technischen Universität sind nach ihm benannt.