BautafelDie Sächsische Zeitung berichtet heute, dass als Voraussetzung für die geplante Sanierung der großen Abwasserröhre neben der Flügelwegbrücke eine Reinigung erforderlich war. Diese ist nun abgeschlossen. 

Seit Anfang Februar haben Taucher und andere Spezialisten der Kesselsdorfer Firma Berndt Rohr- und Kanalservice den Abwassertunnel auf 230 Meter gründlich gereinigt. Vom Flügelweg fließen 70 Prozent der Dresdner Abwässer aus dem Altstädter Abfangkanal unter der Elbe zum Klärwerk Kaditz durch ein zwei Meter hohen Rohrtunnel. Durch den fließt sonst bei Starkregen das Abwasser unter der Elbe hindurch. Der Tunnel (in der Fachsprache Düker) wurde bereits, wie auch ein zweiter mit 1,1 Meter Durchmesser, wurde 1907 gebaut.
Der große Düker liegt bis zu zehn Meter unter der Oberfläche. Betonröhren verlaufen von beiden Seiten schräg nach unten. Dort schließen sie an eine 160 Meter lange waagerechte Stahlröhre an, die nur einen Meter unter dem Elbgrund liegt. Der Beton weist große Poren, ausgebrochene Stellen und Risse auf. Die Stärke des verrosteten Stahlrohrs ist von 22 Millimetern auf weniger als die Hälfte geschrumpft.
Baustelle DükersanierungMit einem großen Spülfahrzeug war Wasser über einen Schlauch mit einem Druck von 200 Bar in die Röhre gepumpt worden und damit der Dreck gelöst. Dann wurde mit einem Hochleistungs-Saugfahrzeug etwa 25 Mal gespült. Nach der Reinigung können jetzt zwei sogenannte Inliner eingezogen werden. Dabei handelt es sich um mit Polyesterharz getränkte Schläuche aus glasfaserverstärktem Kunststoff.